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Kirche St. Nikolai, Hamburg - Erweiterung der Austellungsfläche

Bauherr: Förderkreis_"Rettet_die_Nikolaikirche"_e.V.

Leistungsphasen: 3-9

Baubeginn: 01/2013

Fertigstellung: 09/2013

BGF: 750 qm

Gesamtkosten: 1,42 Mio.Euro

 

Die Kirche St. Nikolai, nach den Plänen von Sir George Gilbert Scott im 19 JH errichtet, wurde im 2. Weltkrieg zum großen Teil zerstört. Oberirdisch nach einer Teilsprengung im Jahre 1951 erhalten geblieben sind der Turm mit seinem eingebauten Panoramaaufzug sowie die Seitenwände des Chores und der Südseite, die einen öffentlichen Platz im ehemaligen Langhaus einschließen. Zum nördlichen Wölberstieg sind außer einem Seiteneingang die Seitenwände nur noch in Brüstungshöhe vorhanden, die Wände des  Querschiffes sind nicht mehr zu sehen. Die Positionen der Mittelstützen sind über den gesamten Platz im Bodenbelag markiert.

 

Das Untergeschoss ist über den gesamten Kirchenbau erhalten geblieben.

 

Nach der Sprengung im Jahr 1951 sind im Langhaus sowie im Querschiff Stahlbetonverbunddecken auf  Stahlträgerunterzügen mit sichtbaren Stahlunterflanschen montiert worden. Querschiff und Langhaus sind nur durch eine ca. 2 m hohe Mauer optisch getrennt. Der Eingang zum Langhaus wurde im Süden an der heutigen Willy-Brandt-Straße hergestellt. Ein Zugang zum Heizungskeller im nördlichen Querschiff wurde nach der Sprengung zugeschüttet.

 

Im Bereich der „Krypta“ unter dem Chor sowie im nördlichen Querschiff ist in den 90er Jahren des 20 JH eine Stahlbetondecke mit massiven Unterzügen eingebaut worden. Die historische Backsteinwand zum Querschiff wurde durch eine Stahlbetonwand verstärkt. Der einzige Zugang zum Querschiff von der Krypta ist eine T30 Tür im nördlichen Teil des Querschiffs. Der Eingang zur „Krypta“ ist über eine Glaspyramide auf Platzebene mit Treppenanlage ins UG geschaffen worden. Im Osten zur Neuen Burg ist ein Notausgang errichtet worden.

 

Die bestehende Ausstellungsfläche in der „Krypta“ wird um das Querschiff erweitert. Die gesamte Fläche erhält einen gemeinsamen behindertengerechten Zugang. Die bestehende Ausstellungsfläche wird hierbei nicht verändert. Es werden lediglich die Maßnahmen getroffen, die die veränderte Heizungsanlage/ Lüftungsführung, die Verlegung des Kassenraumes und die BMZ erfordern.

 

Der nach der Sprengung zugeschüttete Eingang zum nördlichen Heizungskeller wird als neuer Eingang zur Ausstellungsfläche wiederhergestellt. Der Zugang erfolgt über eine offen liegende Treppenanlage mit beheizten Stufen. Ein eingehauster Plattformaufzug sichert den behindertengerechten Zugang. Ein Durchbruch neben dem Eingang dient als Fluchtausgang. Um die ca. 25 qm große Fläche wird in Platzebene eine Glasbrüstung gesetzt.

 

Der Eingang über die Glaspyramide wird entfernt und und die Decke wieder verschlossen.

 

Zu der bestehenden Ausstellungsfläche von ca. 277 qm (ohne Einrichtung) kamen im Querschiff 172 qm Ausstellungsfläche hinzu. Im nördlichen Eingangsbereich befinden sich Nebenräume wie Kasse und Sanitäranlagen (ca. 50 qm). Die bestehenden Nebenräume von 50 qm werden zu Lager, Behinderten WC und Personalküche umgebaut. Im südlichen Querschiff sind Lager- und Technikbereich angeordnet (ca. 40 qm)

 

Der Ausstellungsbereich liegt komplett unterirdisch. Nur im Eingangsbereich ragt der Aufzug mit einer Höhe von 3,00 m über EG Ebene hinaus.


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