Stadtteilpark in Bremen-Hemlingen / 2012

 

 

Auftraggeber     

Senator für Bau, Umwelt und Verkehr Bremen
Fachamt für Grünordnung

   
Auftrag Freianlagenplanung LP 3-8 (1+2 GEWOBA)
   
Kooperation Kölling & Tesch Umweltplanung  Bremen

 


Als „Wiege der Hemelinger Industrie“ war das Gelände des neuen Parks bekannt: hier befanden sich über viele Jahrzehnte die Focke-Wulf-Flugzeugwerke und später die Nordmende-Werke. Schon vor der Umwidmung nutzten die Bürger die weiten Brachflächen und angrenzenden Lärmschutzwälle für Spaziergänge, Ballspiel, Drachensteigen lassen und Rodeln. Im Sommer 2011 fand hier das Festival Aller.Ort statt, bei dem eine Gruppe engagierter Künstler mit phantasievollen Installationen auf die Geschichte und das Potenzial der Fläche aufmerksam machte. Bei dieser Aktion entstand auch die Holzskulptur "Der Hemelinger" von Stefan Hempen.

 

Wir wollten diesen so traditionsreichen Standort als ein Stück Stadtnatur und als nutzungsoffenen Streif- und Bewegungsraum bewahren - und gleichzeitig Angebote für alle Generationen, für Kommunikation, Spiel und Sport machen. Die beiden vorhandenen Mauernischen in den flankierenden Erdwällen waren willkommene „Raumanker“ für eine Bühne und einen Bolzplatz. In einem Hain aus jungen Birken wurden Picknicktische aufgestellt - ein Wunsch der vielen türkischen Kinder, die bei der Bürgerbeteiligung zu Worte kamen.

 

Die Materialien und Konstruktionen sind elementar und robust: Granitblöcke, Natursteinpflaster und Holzbohlen, während sich die Platz- und Wegeflächen dem  naturnahen Charakter der Fläche unterordnen. Die Grandflächen gehen ohne Begrenzung in die Vegetation über, nur ein anthrazitfarbener Betonplattenstreifen dient als einseitig bleibende Wegekante.