Logopädische Praxis Susan Falkner  ♦  Auenland 23  ♦  25336 Klein Nordende  ♦  Tel. 04121 - 579 18 39 ♦  Fax 04121 - 579 18 39

Der Tätigkeitsbereich eines logopädischen Berufsfeldes umfasst Diagnostik und Therapie bei Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme und der Nahrungsaufnahme.

Ein weiteres Aufgabengebiet logopädischer Therapie sind die mit neurologischen Erkrankungen einhergehenden Schluckstörungen. Sowohl im Säuglingsalter als auch bei Erwachsenen ist eine weitestgehend störungsfreie selbständige Nahrungsaufnahme Ziel logopädischer Intervention.

Die Weiterentwicklung oder Aufrechterhaltung sprachlicher Fähigkeiten bleibt immer in einem dem Patienten vertrauten sprachlichen Umfeld, verläuft über kindgemäße Spielformate und Dialoge oder in der Erwachsenentherapie über Arbeitsaufträge, die z.B. nach einem Schlaganfall das frühere Sprachniveau reaktivieren können.

 Kinder

Sprache, Sprechen

  • Einzelne Laute wie "s" werden nicht richtig ausgesprochen
  • Laute werden nicht richtig im Wort eingesetzt "tommt" statt "kommt"
  • Der Wortschatz ist nicht ausgereift, die Kinder können ihre Gedanken nur mühsam formulieren
  • Das Sprachverständnis ist beeinträchtigt, Aufträge werden nicht verstanden
  • Sprache wird wegen einer Hörstörung nicht verstanden oder nicht korrekt verarbeitet
  • Die Entwicklung der Sprache findet nicht statt, oder eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Laut-Wort / Wörter-Sätze findet nicht statt
  • Das Kind kann Sprechbewegungen nur mühsam nachvollziehen

Stimme

  • Die Stimme wird schnell heiser, der Stimmklang ist monoton, eher tief oder zu schrill
  • Die Sprechlautstärke ist zu hoch/ zu niedrig
  • Die Kinder holen während des Sprechens Luft, müssen eine Sprechpause machen
  • Das Sprechen erweckt den Eindruck, anstrengend für das Kind zu sein

Schlucken

  • Das Kind verschluckt sich beim Essen/ Trinken
  • Die Zunge ist beim Schlucken sichtbar
  • Die Nahrungsaufnahme ist extrem zeitaufwendig, feste Nahrung wird vermieden

Schriftspracherwerb

  • Gesprochene oder geschriebene Laute, Silben, Wörter können nicht gelesen bzw. geschrieben werden
  • Der Bestand an Einzellauten im Wort kann nicht gehört oder erinnert werden
  • Nur lautgetreue Schreibung ist möglich
  • Das Regelwerk der Rechtschreibung wird nicht erworben

 Kinder & Erwachsene

Stottern

  • Der Redefluss ist gestört, es kann nicht weitergesprochen werden, obwohl das Wort nicht beendet ist
  • Einzelne Laute, Silben oder Wörter werden wiederholt
  • Das Sprechen ist mit einem Leidensdruck und innerer Anstrengung verbunden
  • Um das Stottern zu vermeiden, treten äußerlich sichtbar mimische und gestische Mitbewegungen auf
  • Bestimmte Laute, Wörter, Formulierungen, Gesprächssituationen werden vermieden
  • Sprechängste, Störungsbewusstsein

Poltern

  • Erhöhte Sprechgeschwindigkeit, verminderte Sprachmelodie
  • Fehlende Akzentuierung der Äußerungen durch Betonung und Pausen
  • Ausprache nicht klar, Wortenden werden verschluckt
  • Kein Störungsbewusstsein

 Erwachsene

Sprache

  • Wortfindungsstörungen, eingeschränkter Wortschatz, Lautänderungen, Wortneuschöpfungen , eingeschränktes Sprachverständnis (z.B. nach Schlaganfall)

Sprechen

  • Sprechbewegungen können nur schwer oder nicht initiiert werden, die Zungenbewegungen erscheinen unkoordiniert und verlangsamt
  • Das Sprechen ist anstrengend
  • Die Atmung harmoniert nicht mit den sprachlichen Äußerungen
  • Das Sprechen ist insgesamt extrem verlangsamt

Schlucken

  • Häufiges Verschlucken bei der Nahrungsaufnahme, während des Kauens, nach dem Schlucken von flüssiger/ fester Nahrung mit Atemnot, Niesen, Würgen, Erbrechen
  • Austritt der Nahrung aus Mund/ Nase während der Nahrungsaufnahme
  • gurgelnde Stimme während der Mahlzeit (z.B. bei Parkinson)

Stimme

  • Veränderter Stimmklang; tiefer, hauchig, heiser
  • Schnelle Stimmermüdung
  • Mißempfindungen beim Sprechen; Kratzen oder Fremdkörpergefühl im Rachen
  • Veränderte Sprechatmung
  • keine Stimme (bei psychischen Belastungen, Kehlkopfentfernung)