Allergologie & Pneumoligie

Wer unter einem Hautausschlag leidet, im Frühjahr mit geröteten Augen herumläuft oder nach dem Genuss von bestimmten Lebensmitteln von Durchfall geplagt ist, tippt schnell auf eine Allergie. Aber ob dies tatsächlich die Ursache des Übels ist, muss zunächst mit speziellen Allergietests festgestellt werden. Und das ist nicht immer einfach. Denn schließlich sind mindestens 20.000 allergieauslösende Stoffe, so genannte Allergene, bekannt. Um unter der Vielzahl möglicher Allergene den für den Patienten zutreffenden Allergieauslöser zu finden, bedarf es zumeist aufwendiger Diagnostik.


Der erste Schritt bei der "Detektivarbeit" sollte ein umfassendes Arzt-Patienten-Gespräch sein. Schon die Krankengeschichte führt auf eine erste Spur. Lebens- und Ernährungsgewohnheiten geben so manchen Hinweis, mit dem sich der Kreis der verdächtigen Stoffe eingrenzen lässt. Mit verschiedenen medizinischen Allergietests kann dann das Ergebnis bestätigt werden. Aber auch wenn keinerlei Allergen in die engere Wahl gekommen ist, wird der Arzt den Patienten testen, um eine Sensibilisierung nachzuweisen.
Hauttests sind relativ unkompliziert und meistens frei von Nebenwirkungen. Rund ein halbes Dutzend Hauttests stehen zur Verfügung.

Wenn ein Mensch auf bestimmte Substanzen tatsächlich allergisch reagiert, kann sich dies auf die unterschiedlichste Weise zeigen. Die möglichen Symptome sind sehr vielfältig. Am bekanntesten sind wohl der Heuschnupfen und die Nesselsucht. Neben den Atemwegen und der Haut gibt es jedoch noch weitere Bereiche des menschlichen Körpers, die von einer allergischen Reaktion betroffen sein können.

 

Angriffspunkte von Allergien:

  • Bindehautentzündung, Lidschwellung
  • Niesreiz, saisonaler oder Dauerschnupfen, Schwellung der Atemwege, Atemnot, Asthma, Entzündung der Lungenbläschen
  • Übelkeit, Durchfall, Entzündung der Magenschleimhaut
  • Nesselsucht (Urtikaria), Schwellungen (Angioödem/Quincke-Ödem), Ekzeme, Neurodermitis
  • Fieber, Migräne, Depression/anhaltende Müdigkeit
  • Gelenkentzündung (rheumatische Beschwerden)
  • Kreislaufzusammenbruch (anaphylaktischer Schock)

Vier Reaktionstypen
Aus der Auflistung lässt sich schon erkennen, dass nicht alle Symptome unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen auftreten müssen. Die Medizin unterscheidet daher zwischen vier Reaktionstypen, denen im Übrigen auch unterschiedliche Abwehrmechanismen des Immunsystems zu Grunde liegen.

 

Der Allergietyp I (Soforttyp) kommt mit etwa 90 Prozent am häufigsten vor. Er umfasst allergische Reaktionen, die schnell und oft heftig eintreten, zum Beispiel Heuschnupfen, allergisches Asthma, Nesselsucht und auch den schweren anaphylaktischen Schock. Diese allergische Reaktion ist nicht auf bestimmte Bereiche des Körpers begrenzt, sondern führt zu einem lebensbedrohlichen Zustand des gesamten Organismus.

 

Die Allergietypen II und III gehen mit nicht unmittelbar erkennbaren allergischen Reaktionen des Organismus einher. So gehören Folgeschäden wie Blutarmut zum Typ II, Nieren- und Gelenkentzündungen zum Typ III. Stunden oder sogar Tage nach dem Allergenkontakt zeigt sich die spezielle

 

Immunreaktion von Typ IV Zu dessen Symptomen gehört etwa das häufig vorkommende Kontaktekzem, dessen Ursache zum Beispiel eine Nickelallergie sein kann. Aber auch die Abstoßungsreaktion nach einer Organtransplantation wird unter diesem Spättyp eingeordnet.

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